Toskana

Locations

Italien
43° 46' 7.4352" N, 11° 15' 24.8436" E
Toskana
Deutschland
44° 13' 53.364" N, 11° 35' 26.0736" E
Toskana
Deutschland
42° 29' 14.3628" N, 11° 8' 54.1536" E

Die Toskana ist eine der beeindruckendsten Urlaubsregionen Europas. 
Für den Reisenden bietet das Gebiet weit mehr als nur schöne Städte, köstlichen Wein und interessante Museen.
Für Motorradfahrer bietet die Toskana neben Kultur und phantastischer Landschaft Kurven, Kurven, Kurven...
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Die Toskana ist eine der beeindruckendsten Urlaubsregionen Europas. 
Für den Reisenden bietet das Gebiet weit mehr als nur schöne Städte, köstlichen Wein und interessante Museen.
Für Motorradfahrer bietet die Toskana neben Kultur und phantastischer Landschaft Kurven, Kurven, Kurven...
Die Toskana verdankt ihren Namen den Ureinwohnern dieser Region, die von den Römern "Tusci"genannt wurden. Das Gebiet erstreckt sich von der Emilia-Romagna über Ligurien und Umbrien bis hin nach Latium.

Die Toskana aus dem Bildband:
Zwischen Florenz und Siena - im Chiantigebiet und in der Umgebung von San Gimignano - sieht die Toskana so aus, als sei sie von den Fotografen der Reisemagazine erfunden worden: sanfte Hügel, malerische Zypressenreihen, Weinberge, kubische Bauernhäuser und dunstiges Licht. Mittendrin gibt’s auch Waldgebiete, die in den Bildbänden konsequent ignoriert werden. Die Hügel - meist in Höhenlagen von 300 bis 500 m - steigen auf maximal 800 m an. Das Land ist mit einzeln stehenden Anwesen besiedelt, die heute zum größeren Teil als Feriensitze dienen. Die große Attraktion ist hier die Landschaft; die Dörfer sind meist ganz hübsch, aber ohne auffallende Reize.

Die Städte: Kunst und Lebensart.
Florenz, Siena, Lucca, Pisa sind weltweit als Kunststädte bekannt. Aber daneben gibt es Dutzende weiterer traumhaft schöner Orte, viele von ihnen mit großartig erhaltenen historischen Zentren und bedeutenden Kunstwerken. Von außen geben sie das Bild der perfekten Idylle: malerische Piazze, steingepflasterte Gassen, Treppenwege, Torbögen, mittelalterliche Palazzi, Kirchen und Rathäuser - und in dieser super-ästhetischen Umgebung ein reges kommunikatives Leben, mit kleinen Geschäften, Bars und Trattorien, den auf den Plätzen schwatzenden Einheimischen, den lebendigen Märkten. Das Bild trügt nicht einmal. Die toskanischen Kleinstädte sind vielleicht nicht ganz das Paradies, aber sie haben nicht nur auf den ersten Blick ein ziemlich harmonisches, kommunikatives Leben. Die Kriminalitätsrate ist - entgegen allen Italien-Vorurteilen - extrem niedrig, der soziale Zusammenhalt groß, der Lebensstandard relativ hoch. Auf jeden Fall sehenswert sind die in diesem Buch ausführlich beschriebenen Orte: San Gimignano, Volterra, Arezzo, Cortona, Pistoia, Montepulciano, Montalcino, Pienza, Sovana, Pitigliano. Aber  man wird auf Fahrten durchs Land immer wieder durch unbekannte kleinere Orte überrascht.

Bildband, Teil zwei.
Die Landschaft der Crete südlich von Siena wurde lange Zeit von den Touristen links liegen gelassen. Charles Dickens fand sie 1845 „so kahl und unwirtlich wie die Moore in Schottland“. Auf heutige Reisende üben die endlosen Wellen der fast baumlosen Hügel, auf denen sich nur ab und zu eine Zypressenreihe oder ein einsames Haus erhebt,  einen starken Reiz aus. Die Erosion hat  bizarre Formen in das Land gemeißelt; die wenigen Bäume und Bauten setzen starke graphische Akzente. Eine Ideallandschaft für Fotografen, an jeder Straßenbiegung wartet ein Motiv. Und die verstreuten Kleinstädte wie Montalcino, Pienza, Montepulciano  haben einen ausgeprägten Eigencharakter.

Der unbekannte Vulkan.
In der gesamten Südtoskana sieht man von weither den Vulkankegel des 1738 m hohen Monte Amiata. An dem ausgedehnten Bergmassiv stehen zahlreiche kleinere Orte: Abbadia S.Salvatore, Santa Fiora, Arcidosso u.a. Das ist wirklich „unbekannte Toskana“ - eine Gegend, in die kaum ausländische Touristen gelangen. Das Gegenbild zu Ansichtskarten und Fotokalendern: Die altbekannten Toskana-Motive findet man hier nicht, dafür kann man sich noch überraschen lassen: von dunklen Bergdörfern aus vulkanischem Trachytgestein, von Wäldern, in denen im Frühjahr Orchideen blühen und von kleinen Trattorien mit Wildschwein- oder Steinpilz-Spezialitäten.

Die große Weite.
Die Maremma,der südwestliche Teil der Toskana zwischen dem Monte Amiata und der Küste, ist extrem dünn besiedelt. Nur ab und zu findet sich in dem ausgedehnten Hügelland ein Dorf. Das macht die Landschaft für Naturfreunde interessant, aber auch historisch Interessierte kommen auf ihre Kosten: Über die Region sind etruskische Fundstätten verstreut, die schönsten von ihnen liegen bei Sovana.

Am Meer.
Mit den schönsten Küsten Italiens, wie der Amalfiküste oder Cinque Terre, können die toskanischen Ufer landschaftlich nicht mithalten. Bis auf wenige Abschnitte (vor allem im Süden, am Monte Argentario, im Nationalpark der Maremma und bei Piombino) ist die Küste flach, die Ansiedlungen sind meist reizlose neuere Badeorte. Die breiten Sandstrände sind allerdings ideal zum Baden, und das Hinterland bietet überall gute Ausflugsmöglichkeiten.

Der Apennin.
Von den Apuanischen Alpen im Nordwesten bis zur umbrischen Grenze im Südosten zieht sich der Apennin quer durch die Toskana. Er bildet ein ausgedehntes, schwach besiedeltes Mittelgebirgsgebiet, das eher mitteleuropäisch wirkt als mediterran. In den breiten Tälern stehen ausgedehnte Kastanienwälder. Die Orte sind nicht sonderlich interessant. Am reizvollsten ist das Gebiet der Apuanischen Alpen an der ligurischen Grenze: Die bis zu 2000 m hohen Berge zeigen hochalpine Formen; hier wird der berühmte Carrara-Marmor abgebaut.

Industrielandschaft.
Die Toskana lebt nicht nur, wie die meisten Reisereportagen glauben machen wollen, von Weinbau, Olivenöl und Tourismus. Im Gegenteil:  Weniger als 2% der Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft. Dienstleistungsbetriebe und Industrie bilden das Rückgrat der Wirtschaft. Die Industrie ist vor allem im Arno-Tal zwischen Arezzo, Florenz und Pisa sowie zwischen Florenz und Pistoia konzentriert. Hier ist die Landschaft streckenweise brutal zersiedelt: erbarmungslose Vorstadt-Architektur, kilometerweit die Fabrikschächtelchen des italienischen Wirtschaftswunders, Stromleitungen, Schnellstraßen, Supermärkte - ein mit Zypressen garnierter Technikbrei. Zwischendrin aber dann immer wieder einige Rosinen: schöne alte Stadtzentren und idyllische Landstriche.

REISEZEIT

Die Frühjahrs- und Herbstmonate - vor allem April/Mai und September/Oktober - gelten allgemein als die beste Reisezeit für die Toskana. Weil das jeder glaubt, wird es gerade in diesen Zeiten in den Kunststädten und den bekannten Landstrichen sehr voll. Gewiß, ein schöner toskanischer Maitag ist etwas Unvergleichliches - aber der Mai bringt manchmal auch Regen und immer Touristenmassen. Jede Jahreszeit hat ihre Wetterrisiken, ihre Vor- und Nachteile;  ein sonniger Januartag, der nicht selten vorkommt, ist hundertmal angenehmer als ein verregnet-kühler Apriltag, der auch nicht selten vorkommt.Grundsätzlich kann man in der Toskana das ganze Jahr über reisen. Florenz besucht man am besten zwischen November und Mitte März, wenn man sich vorwiegend auf die Kunst konzentrieren will: Dann sind die Kirchen und Museen leerer, die Hotels preiswerter,und man braucht sich nicht über das in der Saison häufig extreme Gedränge in der Stadt zu ärgern. Die Natur  ist am schönsten zwischen Mitte Mai und Mitte Juni, wenn die Blüte auf ihren Höhepunkt kommt; vor allem Ginster und Mohn lassen die Landschaften dann postkartenreif aufleuchten. Die erste Junihälfte ist auch deshalb eine gute Reisezeit, weil dann der Andrang im Vergleich zum Mai nachläßt; das Vorurteil, der Juni sei zum Reisen zu heiß, ist (meistens) falsch!
Im F r ü h j a h r, wie gesagt, ist Hochsaison; der Andrang beginnt meist etwa zwei Wochen vor Ostern, erreicht um Ostern seinen Höhepunkt und hält bis Ende Mai an. Eine Osterreise in die Toskana ist nicht unbedingt zu empfehlen, häufig herrscht ein Irrsinnsbetrieb. Ebensoviel ist meist in der Woche zwischen den beiden Feiertagen 25.April und 1.Mai los. April und Mai sind zudem die Ausflugsmonate der italienischen Schulklassen, was das allgemeine Durcheinander noch verstärkt. Das Wetter ist oft instabil. Es kann lange Schönwetter-Phasen geben, bis Mitte Mai regnet es aber auch häufig. Der April ist manchmal noch kühl. Ende Mai und die erste Junihälfte sind dann oft nahezu optimal. In der zweiten Junihälfte wird es manchmal schon hochsommerlich warm. Aber grundsätzlich gilt für alle Wetterprognosen, was das geographische Standardwerk „Italien“ von F.Tichy schreibt: Es gibt „von Jahr zu Jahr und von Ort zu Ort derartig große (Wetter-) Unterschiede, daß langjährige Durchschnittswerte so gut wie nichts über den zu erwartenden Witterungsverlauf eines Einzeljahrs aussagen.“

 J u l i und A u g u s t sind häufig sehr heiß; in den Städten gerät man vor allem im August oft an die Grenze des Erträglichen, zumal es nachts wenig abkühlt (Tiefsttemperaturen um 20 Grad C und mehr). Die Touristenströme verlagern sich ans Meer; in den Städten herrscht weniger Andrang als im Frühjahr und Herbst.Wenn Sie im Hochsommer reisen wollen: Mieten Sie sich auf dem Land ein - möglichst in Höhenlage, wo man die Hitze weniger spürt. Ohne festen Aufenthaltsort ständig unterwegs zu sein, wird im Sommerklima anstrengend.

September und Oktober sind beliebte Reisemonate. Das Wetter ist - vor allem im September - im allgemeinen stabil: viel Sonne und angenehme Temperaturen (erste September-Hälfte allerdings oft noch hochsommerlich heiß). Im Oktober gibt es gelegentlich Regenfälle; meist bleibt es noch schön. Wer risikofreudig ist, fährt Anfang November: manchmal ein richtiger Nachsommer - ohne Touristen. (Es kann aber auch schiefgehen - Kälte, grauer Himmel, Regen...).

Der S p ä t h e r b s t und W i n t e r (November bis Anfang März) sind die optimale Reisezeit für vorwiegend Kunstinteressierte und für alle, die das Land so italienisch wie möglich erleben wollen. Nur zwischen Weihnachten und Neujahr herrscht Betrieb.Das Wetter: wechselhaft, neben traumhaften Sonnentagen kühlbedeckte Tage, einiger Regen (aber die Statistik sagt: im Mai regnet’s genausoviel wie im Januar oder Februar). Schnee und Frost sind selten: Im kältesten Monat, dem Januar, sinkt das Thermometer nachts im Durchschnitt auf 2 Grad C, die mittleren Tageshöchstwerte liegen bei 9 Grad C. Zu beachten: Manche Hotels der unteren Preisklassen werden nur sparsam beheizt!

Und noch etwas: Überschätzen Sie die toskanischen Temperaturen nicht, wenn Sie Ihren Koffer packen! Ich habe schon Reisende getroffen, die vierzehn Tage lang mit dem gleichen Pullover herumliefen - weil er ihr einziges, täglich gebrauchtes warmes Kleidungsstück war. Im Hochsommer kommen Sie mit einem (womöglich auch gar keinem) Pullover aus - aber im Frühjahr und Herbst sollten Sie sich auf kräftige Temperatursprünge einstellen.Abendkleid und Smoking brauchen Sie dagegen selbst dann nicht einzupacken, wenn Sie in den nobelsten Restaurants speisen und in den teuersten Hotels absteigen wollen: Die Italiener legen zwar Wert auf ästhetische Kleidung, kennen aber kaum je Krawatten und Anzug-Zwang.

Toskana und mehr ...

  • Toskana

    Firenze, Italien
    tosk_sonnenblume1

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  • Provinz Grosseto

    Grosseto, Italien
    grosseto_003

    Die Provinz Grosseto ist die touristisch unberührteste Provinz der Toskana, obwohl sie sicherlich soviel zu
    bieten hat, wie z.B die Chianti-Region. Für Motorradfahrer ist sie eine perfekte Zielregion, besonders wenn man kurvenreiche, verkehrsarme Straßen in wunderschöner Landschaft mag!

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